Bedroht von innen und aussen
«s'Läbe teile» Projekt 04 - Moldawien
Bis zu Kriegsbeginn war die Grenze zwischen der Ukraine und Moldawien eine offene Grenze, ähnlich dem Grenzübergang zwischen Kreuzlingen und Konstanz. Seit Februar 2022 trennt ein durchgehender, 5 m tiefer und 5 m breiter Graben die beiden Länder. Dieser wurde durch einen Stacheldraht unpassierbar gemacht. Dieser Graben ist ein Sinnbild für den Austausch auch von Gütern. Fast alle Güter, welche früher die offene Grenze passierten, sind unbezahlbar teuer geworden. Getreide war in der Ukraine im Überfluss vorhanden und Gas konnte kostengünstig aus Russland importiert werden. Die starke russische Minderheit in Ostmoldawien rebellierte 1992 und forderte die Unabhängigkeit in ein eigenes Territorium, Transnistrien. Transnistrien ist kein Staatsgebiet und liegt zwischen der Ukraine und Moldawien. Diese Forderung kühlte bis zum Krieg im Jahr 2022 ab und wird seither wieder lautstark vorgetragen.
Wer?
... gibt den Jugendlichen das Lachen zurück?
… bewahrt alleinstehende Frauen vor Menschenhandel und Prostitution?
… kann der Familie Holz, warme Kleider und Schuhe geben?
… bringt in der Adventszeit Freude und Wärme in kalte Stuben?
In Tageszentren erhalten Kinder eine Tagesstruktur und lernen alltägliche Sachen wie z.B. den Umgang mit einer Schere. Mit diesen Fähigkeiten werden auch Grundlagen für spätere Ausbildungen geschaffen. Bildung ist in Moldawien der einzige Ausweg aus Armut und bewahrt vor Zugriffen von Menschenhändlern. Viele Familien haben armseligste Behausungen mit einem Zimmer, das als Küche, Ess-, Wohn- und Schlafraum dient. Fliessendes Wasser in den Häusern ist selten vorhanden. Mit einer Spende von 200.-- Franken kann sich eine Familie festes Schuhwerk, warme Kleider, Kartoffeln und Brennholz leisten. Wenn in der Adventszeit die Weihnachtspakete verteilt werden, schlagen die Herzen höher. Viele Menschen erhalten in ihrem Leben vielleicht nur einmal ein Paket.
Wir!
… können den Unterschied zwischen Ausweglosigkeit und einem Leben mit Zukunft machen. Die Christliche Ostmission, unser Partner vor Ort, pflegt seit Jahrzehnten direkte Kontakte vor Ort und unterstützt die Not leidende Bevölkerung. Michael Stauffer von der christlichen Ostmission hat uns im Gottesdienst vom 8. Februar Informationen und Gewissheit für den gezielten Einsatz unserer Spenden gegeben. Herzlichen Dank für Ihr Vertrauen und die Unterstützung für unser Projekt in Moldawien.
Team «s'Läbe teile»
Markus Hemmerle
Familie in Moldawien in ihrer Behausung mit einem Zimmer