mosaic-Gottesdienst und Abschied von Daniel Gerber
«Uf und devo» lautete das Motto des mosaic-Gottesdienstes – und passender hätte es kaum sein können: Nach siebeneinhalb Jahren macht sich Diakon Daniel Gerber auf den Weg und zieht weiter.
Viele kennen wohl die Fernsehsendung „Auf und davon“ mit der berühmten Szene, in der der kleine Richi aus dem Bagger fällt und Schönbächler sagt: «Richi, i ha jo gsait, du sölsch di hebe». Mit diesem Vergleich verabschiedete Hans Jörg Forster den Diakon auf humorvolle Weise.
Daniel Gerber habe die Gemeinde getragen, geführt und geleitet. Seine Predigten zeichneten sich durch Tiefgang und Humor aus. Sein Dialekt forderte die Zuhörenden manchmal heraus, genau hinzuhören. Eine weitere Leidenschaft von ihm ist das Kochen – vielleicht waren seine Predigten gerade deshalb so überraschend und nie fad. Besonders am Herzen lagen ihm kirchendistanzierte Menschen, was sein Wirken stark prägte. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge lässt die Gemeinde ihn nach Romanshorn ziehen. «Gott wird weiterhin mit Daniel Geschichte schreiben», so Forster.
In seiner Abschiedspredigt stellte Gerber Petrus in drei Szenen ins Zentrum: Jesus beruft Petrus in sein Team, Jesus sucht die Begegnung mit ihm und Jesus traut ihm Verantwortung zu (Mt. 4,18–20). Pfarrer Erich Wagner und Kirchenpräsident Marcel Rüegger verabschiedeten und würdigten Gerbers Engagement. Besonders hervorgehoben wurde die wertvolle Seniorenarbeit, die er gemeinsam mit seiner Frau Rahel leitete.
Auch das Abschiedsgeschenk spiegelte Gerbers Humor wider: In einem Geschenkkorb befanden sich unter anderem zwei Giraffen mit langen Hälsen – ein Symbol dafür, dass geistliche Nahrung «von oben» kommt. Passend dazu eine Weinflasche mit dem Namen «Arche», auf der die Giraffen den Überblick behalten. Eine Packung «Zweifel»-Chips erinnerte an eine Predigt, in der Gerber dazu ermutigte, «salzig und würzig» zu bleiben. Da er gutes Essen schätzt, erhielt er zudem einen Gutschein für einen Food-Trail.
Die mosaic-Band bedankte sich mit dem eindrücklichen Lied «Thank you for giving to the Lord» für die gemeinsame Zeit. Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle zu einem Apéro vor der Kirche eingeladen.