Senioren in Bewegung – eine Erfolgsgeschichte
Seit rund 30 Jahren bringen die «Senioren in Bewegung» Menschen gemeinsam auf die Wanderwege – und verbinden dabei Bewegung, Begegnung und gelebte Gemeinschaft.
Gegen Ende der neunziger Jahre, also vor rund 30 Jahren, bildete sich in Bischofszell und Umgebung eine Senioren-Wandergruppe auf Initiative von Bruno Schär, gewesener Bahnhofvorstand von Bischofszell-Nord und Mitglied des evangelischen Kirchenchors.
Diakon Daniel Aebersold von der Evangelischen Kirchgemeinde Bischofszell-Hauptwil kamen diese Bestrebungen sehr gelegen, war er doch auf der Suche nach einer Möglichkeit, die jüngeren und aktiveren Senioren mit einem für sie speziell geeigneten Angebot anzusprechen, respektive, diese Altersgruppe vermehrt in die Gemeinde einzubinden.
Indem die Kirchgemeinde diese Gruppe jährlich mit einem Geldbetrag unterstützte, und indem Daniel Aebersold regelmässig an Wanderungen und am sogenannten Schlusshöck mit dem Rückblick auf das Wanderjahr teilnahm, wurden die «Senioren in Bewegung» offiziell als zur Kirche gehörige Gruppe installiert.
Führende Persönlichkeiten der Anfangszeiten waren, wie bereits erwähnt, Bruno Schär, aber auch Walter Langenegger, das Ehepaar Stettler, Volkmar Streller, Rolf Grieder und andere mehr zählten zu den treibenden Kräften und bestritten gemeinsam den beträchtlichen Organisationsaufwand, der hinter den regelmässig stattfindenden Wanderungen und Ausflügen steckte.
Seit 2019 werden die Wanderungen von einem dafür aus der Gruppe gebildeten Team zusammengestellt und angeboten. Zurzeit sind es sechs Männer und Frauen, die zweimal jährlich das Programm und den dazu gehörenden Einladungs-Flyer mit den nötigen Informationen für die Teilnehmenden gestalten.
Nachdem die Teilnehmerzahlen in den Coronajahren eingebrochen waren, sind es aktuell wieder zwischen 20 und 30 Frauen und Männer aus Bischofszell und Umgebung, die an den Wanderungen mehr oder weniger regelmässig teilnehmen. So finden immer wieder richtig schöne und fröhliche Gemeinschaftserlebnisse statt, womit der tiefere Sinn der Gruppe erfüllt wird.
Seit zwei Jahren beteiligt sich auch die katholische Kirchgemeinde monetär, so dass den Wanderern ab und zu ein kleines finanzielles «Gudi» im Bereich Reisekosten oder Verpflegung unterwegs offeriert werden kann. Die Senioren in Bewegung sind so auch von der Trägerschaft her zur ökumenischen Gruppierung geworden, nachdem sie schon länger auch für Teilnehmende aus dem katholischen Umfeld offen gewesen waren.
Abschliessend darf gesagt werden, dass gemeinsames Wandern eine wunderbare Sache ist, es stärkt das Gemeinschaftsgefühl und -Erleben und stärkt Körper, Geist und Seele.
Text: Rosmarie Kägi Bilder: Roland Waldner