Seniorenferien 2026 in Bad Krozingen
Zum ersten Mal fuhren die Seniorinnen und Senioren der Kirchgemeinden Sitterdorf-Zihlschlacht und Bischofszell-Hauptwil gemeinsam in die Ferien. Wir wurden gut betreut vom Pfarrehepaar Hug und Paul Wellauer bzw. von Simea Gächter.
Am Montag holte uns der Apfelcar an verschiedenen Abfahrtsorten ab und fuhr dann vorwiegend auf Landstrassen durch den Schwarzwald bis nach Bad Krozingen. Bei Schaffhausen, dem ersten Kaffeehalt knüpften wir bereits neue Bekanntschaften mit Leuten aus der Nachbarkirchgemeinde. Nach dem Kofferauspacken und feinem Nachtessen im Hotel Eden - gleich gegenüber dem Thermalbad - erfuhren wir den weiteren Verlauf der Ferienwoche. Johannes Hug brachte uns den Psalm 1 nahe. Wir liessen den Abend mit Liedern am Klavier ausklingen, begleitet von Beat Saurer.
Der Dienstagmorgen begann für mich mit Schwimmen. Nach dem Frühstück lasen wir die Geschichte vom Aramäer Naaman im 2. Könige 5. Regine Hug stellte uns viele Fragen zum Text. Anschliessend fuhren wir nach Freiburg im Breisgau. Eine Führerin erzählte uns viel über die Geschichte des Münsters. Diese romanisch-barocke Kirche blieb - welch ein Wunder - während der Bombardierung der Stadt im Jahre 1944 unversehrt stehen. Nachher blieb noch Zeit zum Flanieren, Einkaufen oder Eis essen. Nach dem Nachtessen versammelten wir uns wieder im Belchensaal zu Gesang und zum Jassen.
Am Mittwochmorgen erzählte uns Paul Wellauer über das Laubhüttenfest und das lebendige Wasser Jesu. Auch hier tauschten wir uns anhand von Fragen aus. Wo habe ich in meinem Leben seelische Trockengebiete durch Jesu Hilfe überwunden? Später besuchten wir das Albert-Schweitzer-Museum in Gunsbach. Theophil, ein Schweizer, dessen Grosseltern noch in Lambarene mitgearbeitet hatten, erzählte uns viel Persönliches von Albert Schweitzer. Später spazierten wir durch Riquewihr und bewunderten die Häuserfassaden, falls wir sie trotz vieler Touristen sahen. Nach einem Nachmittag mit Spazieren, Schwimmen oder Ausruhen hatten wir wieder Gelegenheit für interessante Gespräche während und nach dem Nachtessen und verabschiedeten uns von Paul Wellauer. Nachher versammelten wir uns zum Singen alter Volkslieder. Beat begleitete uns wie immer am Klavier und erzählte uns noch verschiedene Anekdoten zu den Liedern.
Am Donnerstagmorgen lasen wir die Heilsgeschichte vom Kranken am Teich Betesda. Anschliessend fuhren wir zum Rosengarten Ettenbühl in Bad Bellingen. Eine Biologin erzählte uns, wie aus einem Reiterhof mit der Zeit ein englischer Garten mit 550 Sorten Rosen entstanden war. Aber auch riesige Mammutbäume und viele andere Pflanzen waren zu bewundern.
Schliesslich stand der letzte Ausflug an. Nach einer Auslegung von Offenbarung 22, einer sehr tröstlichen Geschichte, machten wir uns auf den Weg zur Belchenrundfahrt. An der Talstation konnten wir wählen, zu Fuss oder mit der Gondelbahn aufzusteigen. Der Belchen ist zwar kaum 1500 m ü. M. Trotzdem hatten wir eine fantastische Aussicht und sahen bis zur Jungfrau. Das Wetter war uns die ganze Woche hold geblieben.
Am Samstagmorgen hiess es früh Kofferpacken. Denn das Hotelpersonal wollte uns das Gepäck rechtzeitig zum Car bringen, während wir uns noch zur letzten Andacht versammelten. Simea Gächter legte uns den Text aus, wo Petrus auf dem See geht und von Jesus gehalten wird. Um 10 Uhr traten wir die Heimreise an. Auf der Autobahn ging es über Basel Richtung Aargau. Dort bewunderten wir die 800-jährige Linner-Linde und fuhren weiter nach Hottwil zum Mittagessen. Unser Chauffeur wollte uns den Thurgau schmackhaft machen, verliess die Autobahn und fuhr über Weinfelden. Die Idee war nicht sehr gut. Denn bei Kradolf war die Strasse nach Bischofszell gesperrt. Auf Umwegen kamen wir trotzdem rechtzeitig zu Hause an.
Eine wunderschöne Woche war zu Ende.
Gerlinde Burkhart